Minipodcast · 06. Oktober 2026

MCP-Lücken, OpenAI-Wasserzeichen, Pi 1.0, Cohere North 2

Das KI-Morning-Update vom 06. Oktober 2026, 10:11 Minuten.

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Sicherheitsforscher zeigen, wie sich bösartige Anweisungen über das Model Context Protocol und weitere Agentenprotokolle durch interne Systeme schleusen lassen. Betroffen waren unter anderem Umgebungen von Google, JP Morgan Chase, Rapid7 und der US-Bundesregierung, technische Details liegen aber nur zu Google und Rapid7 vor. Kern des Problems ist blindes Vertrauen zwischen Agenten und fehlende Eingabeprüfung an den Übergabestellen. OpenAI führt in der EU ein unsichtbares Wasserzeichen für Texte aus ChatGPT und Codex ein, das die Wortwahl statistisch verschiebt. Nach Synonymersatz von zehn Prozent der Wörter sinkt die Erkennungsrate von rund 92 auf 66 Prozent, und der Detektor steht zunächst nur ausgewählten Forschern offen. Der Coding-Agent Pi erhält in Version 1.0 native MCP-Unterstützung, hält die umfangreichen Werkzeugdefinitionen aber über eine Zwischenschicht namens Codemode aus dem Modellkontext heraus. Cohere stellt North 2 vor, mit Zugriffskontrolllisten, Token-Budgets je Abteilung und einem sitzungsübergreifenden Gedächtnis, betreibbar auch On-Premise oder vollständig isoliert. Zu Preisen, Modellkompatibilität und Anbindung an bestehende Rechteverwaltung fehlen jeweils belastbare Angaben.